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 | Kirchenruine St. Katharina |
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Besichtigen Sie die Kirchenruine St. Katharina, deren alte Mauern als stille Zeugen von vergangenen Zeiten erzählen. Sie ist das älteste Bauwerk Wunsiedels und einstmals ein bedeutender Wallfahrtsort. Urkundlich wurde die Kirche erstmals im Jahre 1364 erwähnt und war der heiligen Katharina von Alexandrien geweiht.
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In einem Bericht, der kurz nach 1500 geschrieben wurde, wird von Wunderheilungen durch die heilige Katharina berichtet. Zu der ältesten Wallfahrt auf den Katharinenberg pilgerten Leute aus dem "Pehemer Land" (Böhmen) und aus Orten "zwu Meil hinter Nürnberg". Es waren Lahme, Blinde, halb Ertrunkene und Erstickte, auch Kriegsbeschädigte, die sich "zu der lieben Junckfrau Sant Katharina ufm Berg gelobt" hatten. Diese Märtyrerin galt als die größte Heilige unter den 14 Nothelfer.
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Nach Einführung der Reformation verfiel die Kirche bis auf die Grundmauern. Nur der Turm mit den vier spitzbogigen Schallfenstern aus Granit ist noch gut erhalten. An der Turm-Nordseite befindet sich eine Granittafel mit Inschrift, die an die siegreiche Verteidigung Wunsiedels 1430 gegen die Hussiten und 1462 gegen die Böhmen erinnert. Südwestlich des Turmes steht ein hoher Granitfindling mit dem Medaillonbildnis des bayerischen Prinzregenten Luitpold.
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Ein zukunftsweisendes Symbol für Frieden, Versöhnung und Völkerfreundschaft wurde im Mai 2002 in der Kirchenruine geschaffen. Bei einem ökumenischen Gottesdienst wurden Granittafeln mit den acht Seligpreisungen aus der Bergpredigt Jesu eingeweiht. Der Text ist in sechs Sprachen abgefasst: deutsch, englisch, französisch, tschechisch, russisch, lateinisch.
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