Sperbereule

Sperbereule



Sperbereule



Wissenschaftliche Bezeichnung:
Surnia ulula

Die Sperbereule (Surnia ulula) ist eine mittelgroße Eulenart, die in den borealen Nadelwäldern Eurasiens und Nordamerikas beheimatet ist.

Größe und Aussehen:
Die Sperbereule ist mit einer Körperlänge von 36 bis 41 Zentimetern eine mittelgroße Eule, die in der Größe der Waldohreule gleicht. Männchen wiegen im Schnitt etwa 270 Gramm, weibliche Vögel im Durchschnitt 320 Gramm. Der Schwanz der Sperbereule ist auffallend lang und keilförmig auslaufend. Der abgeflachte Kopf ist im Verhältnis zum Körper klein. Wie viele Eulen hat sie einen hellen Gesichtsschleier, der deutlich braunschwarz umrahmt ist. Die Iris der Augen ist gelb. Auch der Schnabel ist hellgelb gefärbt. Das Rückengefieder ist bräunlich-schwarz mit weißen Flecken, ähnlich wie beim Sperber ist ihre Unterseite quer gebändert. Auch im Seitenprofil und im Flug erinnert sie an einen Sperber. Auf der Unterseite ist das Gefieder weiß mit schmalen dunkelgrau-braunen Querbändern. Diese schwarzweiße Bänderung setzt sich bis zur Schwanzspitze fort.

Verbreitung:
Die Sperbereule besiedelt die borealen Nadelwälder der Holarktis vom nördlichen Norwegen und Schweden bis nach Kamtschatka und Sachalin sowie in Alaska und Kanada. Die nördliche Verbreitungsgrenze entspricht weitgehend der Baumgrenze.

Lebensraum:
Die Sperbereule nutzt vor allem die Nadelwälder, in denen Bäume lückig stehen und Ansitzwarten in Form von dürren Bäumen vorhanden sind. Die Sperbereule lebt auch in Mischwäldern, wenn diese mit genügend offenen Flächen durchsetzt sind. So ist sie beispielsweise in der Nähe von Hochmooren und trockenen Hügeln sowie in der Nähe von Kahlschlägen zu finden.

Nahrung: Während der Zeit, in der sie brütet und sie Junge aufzieht, besteht ihre Beute nahezu ausschließlich aus Wühlmäusen. Die Sperbereule erbeutet nur selten Tiere, die schwerer als 70 Gramm sind. Außerhalb der Brutzeit und der Jungenaufzucht sinkt der prozentuale Anteil der Wühlmäuse an der Gesamtbeute, dann steigt der Anteil, den Kleinvögel und Spitzmäuse ausmachen, deutlich an.

Lebenserwartung:
Für die nur wenig standorttreue Sperbereule ist es schwierig, Daten zur Sterblichkeitsrate der Jungvögel, der durchschnittlichen Lebenserwartung sowie zur allgemeinen Bestandssituation zu ermitteln. Die älteste beringte Sperbereule, die man wieder aufgefunden hat, hatte immerhin ein Lebensalter von 15 Jahren erreicht.


 

Sperbereule - 2 Tage alt sehr seltene Nachzucht in Bayern