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Greifvogelfütterung einmal anders

Man könnte denken es sei Fasching, beobachtet man die Mitarbeiter der Falknerei Katharinenberg bei der Fütterung der Jungadler. Ausgestattet mit einer Uhumaske und einer „Adlerhandpuppe“, gilt es alle 3 bis 4 Stunden die knurrenden Mägen zu füllen.
„Das ist allerdings kein Spaß“ kündigt Eckard Mickisch, Gründer des Greifvogelparks Katharienenberg in Wunsiedel, bei jeder Fütterung groß an. Im Moment sind die Jungadler noch klein, süß und kuschelig, aber in cirka 14 Wochen sind es 6 kg schwere Steinadler, sie sind dann alles andere als ein Kuscheltier. Werden sie vom Menschen aufgezogen, verlieren sie den Respekt vor eben diesem und werden zur gefährlichen Waffe. Sogar Verbote der Handaufzucht zog dies in diversen Ländern (z.B. USA,Kanada,...) mit sich.
Da Nikita dieses Jahr jedoch die Brut verweigerte, musste eine Idee her. Und diese lautete ganz einfach: „Kostüme“.
Wichtig ist, dass der Adler den Menschen nicht mit Futter in Verbindung bringt. So wird vor jeder Fütterung das Gesicht mit einer Greifvogelmaske verdeckt und die Hand mit einer Handpuppe, in Form eines Adlers bestückt, die die Fütterung des Nachwuchses übernimmt. Die andere Hand muss dabei außerhalb des Sichtfeldes bleiben.
Diese Methode trägt bereits Früchte, es haben sich bereits Biologen zwecks Verhaltensforschung angekündigt.
Wir wünschen den frisch gebackenen Adlermüttern und Vätern jedenfalls viel Erfolg!